In vielen Regionen in Deutschland ist es gute Sitte und alter Brauch, mit den beteiligten Handwerkern, Freunden, Familie und Nachbarn das Richtfest zu feiern. Wenn der Dachstuhl steht, wird die Richtkrone aufgesteckt und dann wird gefeiert. Normalerweise wird die Richtkrone von einem Zimmermann mit dem sogenannten letzten Nagel an den Dachstuhl angeschlagen. Oft wird die Krone absichtlich etwas zu weit links oder rechts gehalten und der Bauherr muss vom Boden aus die Anweisungen geben, damit die Krone zum guten Schluss doch gerade hängt. Der Meister der Zimmerleute hält eine kurze Rede und wünscht dem Bauherrn und seiner Familie ein gutes und erfolgreiches Leben in dem neuen Haus.
Bei vielen Richtfesten wird der große Grill angezündet, so sind alle Gäste schnell satt und zufrieden. Es ist auch üblich, dass der Bauherr kleine Geschenke von den Gästen erhält, beispielsweise ist es auch Brauch, Salz und einen Laib Brot zu überreichen. Diese Geste symbolisiert Wohlstand, Gesundheit und ein gutes Leben im neuen Haus. Wenn Sie Bauherr sind, können Sie sich bereits einige Zeit vor dem anstehenden Richtfest überlegen, auf welche Art und Weise Sie Ihre Gäste einladen möchten. Ob per E-Mail, persönlichem Telefonanruf oder mit individuellen Einladungskarten, auf jeden Fall sollten die Gäste früh genug Bescheid wissen, wann sie wo erscheinen sollen.
In der Regel wird dieses Fest auch auf Bildern oder per Film festgehalten, dann haben der Bauherr und seine Familie viele Erinnerungen an das Richtfest. Eine besondere Variante der Erinnerungsbilder sind natürlich sogenannte Hochbilder. Diese werden von darauf spezialisierten Fotografen mittels einer Hochstativkamera geschossen. Als kleines Dankeschön und zur guten Erinnerung an das Richtfest lassen sich diese Hochbilder auch an die Gäste verschicken. So ein kleines Präsent kommt auf jeden Fall bei Gästen gut an!