Wasserleitungen sollten nach Möglichkeit vom Fachmann verlegt werden, die Arbeit erfordert Know-how, handwerkliches Geschick und Kenntnis über traditionelle und moderne Werkstoffe. In vielen Häusern existieren noch ältere Leitungen aus Blei, diese sind aus heutiger Sicht als gesundheitlich bedenklich einzustufen. Vielfach ist der Leitungsaufbau nicht genau bekannt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einen Wasserfilter einzusetzen, besonders wenn Kinder oder ältere Menschen mit im Haushalt wohnen.
Kupfer oder Stahl werden für moderne Wasserleitungen gern verwendet, der Einbau ist zeitintensiv. Beim Gewindeschneiden und Löten ist einige Erfahrung nötig, diese zu erwerben lohnt sich bei einmaligen Sanierungsarbeiten nicht. Daher ist ein spezialisierter Handwerksbetrieb zu empfehlen. Es wird auch zunehmend Kunststoff verwendet, der in Schraub- und Stecksystemen angeboten wird, aber um einiges teurer ist. Eine Sanierung von Wasserleitungen beginnt mit dem Auffinden der alten Leitungen. Bei Neubauten verlaufen sie senkrecht über und unter Wasserentnahmestellen, bei Altbauten ist das nicht sicher. Wenn alte Pläne vorliegen, ist das günstig, wenn nicht, werden durch Installationsbetriebe Leitungssuchgeräte eingesetzt. Mit Metalldetektoren können zumindest alte Metall-Leitungen aufgespürt werden, bei älteren Kunststoffleitungen gestaltet sich die Suche meist mühselig. Sollte eine alte Leitung nicht ersetzt werden können, verwenden umsichtige Hausbewohner in jedem Fall künftig einen Wasserfilter.
Neue Leitungen werden nach dem Muster Kaltwasser unter Warmwasser verlegt, Kellerfußböden werden gemieden. Absperrvorrichtungen (Wasserhähne) werden grundsätzlich für Warmwasser links, für Kaltwasser rechts angebracht, in manchen älteren Häusern findet man noch die umgekehrte Ausrichtung. Vom Gesetzgeber sind zudem Geräteanschlussventile mit Rohrbelüftung und Rückflussverhinderer vorgeschrieben.
Mit Wasserfiltern werden Schwebestoffe und giftige Substanzen wie Pestizide, Sedimente, hormonartige Substanzen, Asbest und medizinische Rückstände vermieden. Wer erst einmal einen Wasserfilter eingebaut hat, wird anhand der Oberfläche der Filterpatrone nach mehrmonatigem Einsatz feststellen, wie wichtig der Filter war. Ein Teil des angesammelten Schmutzes wäre in den Körper gelangt. Man hält auch mit moderneren Wasserleitungen den Einsatz von Wasserfiltern für angezeigt, denn es gelangen Weichmacher ins Grundwasser, die von Kunststoffleitungen stammen. Ebenso nimmt in einigen Regionen die Uran- und PFT-Belastung zu. Mit einem Aktivkohlefilter werden zudem coliforme Bakterien und andere gefährliche Erreger wie Fäulnisbakterien absorbiert. Mit der Sediment-Filterpatrone werden Schwebeteilchen ausgefiltert, die Aktivkohle-Filterpatrone wirkt zusätzlich gegen Pflanzenschutzmittel, Bakterien, Hormone und Medikamentenrückstände.