Die Energiekosten steigen heutzutage ständig. Fossile Brennstoffe werden immer knapper und unsere Umwelt und unser Klima werden durch Emmissionen immer stärker belastet. Wenn beim Hausbau nicht zukunftsorientiert geplant und gehandelt wird, so werden später in erheblichem Maße Mehraufwendungen entstehen. Ein Haus wird nicht nur für heute, sondern auch für Jahrzehnte danach gebaut. Um ein Zuhause langfristig kostengünstig unterhalten zu können und die Umwelt zu schonen, sollte das Thema "Energieeffizienz" eine wichtige Rolle spielen.
Eine Möglichkeit hierzu bieten alternative Heizsysteme, wie die Luftwärmepumpe, die umweltfreundliche Wärme zu günstigen Anschaffungs- und Unterhaltskosten bietet. Als Luftwärmepumpe werden Systeme bezeichnet, die der Außenluft Wärme entziehen und anschließend über einen entsprechenden Energieträger zur Heizung nutzen. Grundsätzlich arbeitet eine Luftwärmepumpe nach dem gleichen Prinzip wie ein Kühlschrank. Der Innenluft wird Energie entnommen, die dann als Wärme nach außen abgestrahlt werden kann. Dieser Effekt kann zum Beispiel auf der Rückseite eines Kühlschranks eindrucksvoll demonstriert werden. Das Besondere an einer Wärmepumpe ist, dass sie im Vergleich zur aufgenommenen Energie möglichst viel Wärmeenergie abgibt. Dieses Verhältnis wird auch Jahresarbeitszahl genannt. Als Richtwert ist eine Jahresarbeitszahl von 3,3 vorgegeben, was bedeutet, dass die während eines Jahres abgegebene Heizungsenergiemenge um den Faktor 3,3 höher ist als die zum Betrieb eingesetzte elektrische Energie. Grundsätzlich wird zwischen Luftwärmepumpen unterschieden, die entweder Luft oder Wasser als Energieträger verwenden. Bei der Luft-Luftwärmepumpe wird die Wärmeenergie über ein Lüftungssystem im Gebäude verteilt - hierzu muss das Gebäude über eine entsprechende Lüftungsanlage verfügen, die auch zu Heizzwecken verwendet kann. Im Gegensatz dazu wird bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe die Wärmeenergie, die der Luft entzogen wird, in einem Heizkessel gespeichert und dann zur Verfügung gestellt.
Die Vorteile einer Luftwärmepumpe:
Die Vorteile einer Luftwärmepumpe bestehen darin, dass ihr Primärenergieträger, die Luft, zu jeder Zeit unbegrenzt vorhanden ist. Zudem ist die Installation vergleichsweise einfach und die Energiekosten sind wesentlich niedriger als zum Beispiel bei Erdöl- oder Gasheizungen. Auch die Anschaffungskosten sind geringer als bei Heizungen mit Erdwärme. Zusätzlich entfallen bei einer Luftwärmepumpe die regelmäßig anfallenden Kosten für den Schornsteinfeger und die Beschaffungskosten für einen Kamin oder Ölbehälter. Außerdem wird eine Menge an Energie gespart, da die Anlage nur immer in der Stärke läuft, die auch wirklich benötigt wird. Ein Nachteil der Luftwärmepumpe besteht in ihrer Abhängigkeit von der Außentemperatur. Ab Temperaturen von unter -18° C ist eine Luftwärmepumpe nicht mehr von Nutzen, da deren Wirkungsgrad zu weit absinkt, so dass ein zusätzliches Heizsystem bereit gehalten werden muss. Dies sollte in eventuellen Preisvergleichen berücksichtigt werden. Leider ist eine Luftwärmepumpe auch etwas weniger effektiv als Erdwärmepumpen, wenn man deren Jahresarbeitszahl vergleicht. Erdwärmepumpen bewegen sich im Bereich von 5, während eine Luftwärmepumpe sich nur im Bereich 3 bis 4 bewegt.
Was kostet mich eine Luftwärmepumpe beim Neubau:
Die Kosten für eine Luftwärmepumpe belaufen sich auf ungefähr 10.000 bis 15.000 Euro bei einer zu beheizenden Fläche von ungefähr 150 qm. Die Installation lohnt sich vor allem bei Neubauten oder vollständigen Sanierungen. Von Möglichkeiten zum energieeffizienten Bauen, wie der Luftwärmepumpe profitieren alle Beteiligten: der Bauherr, die Handwerker und die Umwelt. Weitere Informationen zu Wärmepumpen und auch der Funktionsweise unter bau-plus.de - dem Ratgeber fürs Bauen und Wohnen.